Gratkorn aktuell 4 2025

43 Gratkorn aktuell 4 / 2025 Berg- und Naturwacht: Was sind Neophyten? Neophyten sind Pflanzen, die nach 1492 nach Europa gelangten. Einige verbreiten sich so stark, dass sie heimische Arten verdrängen. Besonders problematisch sind invasive Neophyten, die Lebensräume verändern und die Biodiversität bedrohen. office@pl-elektrotechnik.at · www.pl-elektrotechnik.at Tel. 0664 284 73 13 Jakob-Syz-Weg 24a/2 · 8101 Gratkorn PHOTOVOLTAIKANLAGEN & ENERGIESPEICHER DIE NATUR BRAUCHT DICH! Wer die Berg- und Naturwacht aktiv unterstützen möchte, kann sich als unterstützendes Mitglied registrieren lassen – das bedeutet 2 bis 4 Nachmittage im Jahr. Wer mehr tun möchte, kann ein Jahr lang als Anwärterin oder Anwärter „schnuppern“ und danach die Prüfung zur Berg- und Naturwächterin oder zum Berg- und Naturwächter ablegen. • Mindestens 4 Einsätze bzw. Dienstbesprechungen im Jahr • Anschließende Kameradschaftspflege • Spezialausbildungen bei Interesse möglich (z. B. Ameisenhegerin oder Ameisenheger, Schlangenbeauftragte oder Schlangenbeauftragter, Gewässeraufsicht) – kein Muss • Kostenlose Exkursionen in der gesamten Steiermark über die Naturschutzakademie Kontakt und Information Wer sich näher über unsere Tätigkeit und unsere Gemeinschaft informieren möchte: Tel.: +43 664 1630991 E-Mail: krois.harald3@gmail.com Liebe Grüße im Namen aller Kameradinnen und Kameraden Ihr Harald Krois Einsatzleitung Hausmannstätten Bezirksleitung Graz Umgebung Unterschied zwischen Neophyten und invasiven Neophyten Nicht alle Neophyten sind problematisch. Invasive Neophyten zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich sehr schnell verbreiten, natürliche Lebensräume verändern und heimische Pflanzenarten verdrängen. Diese invasiven Arten stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Biodiversität dar. Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) Die auch als Ragweed bekannte Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde durch verunreinigtes Saatgut sowie über Handels- und Transportwege nach Europa eingeschleppt. Heute gilt sie als gesundheitlich hochgefährliche invasive Pflanze. • Wuchs: einjährig, bis zu 1,5 Meter hoch • Blütezeit: Juli bis Oktober • Pollenfreisetzung: Eine Pflanze kann mehrere Millionen Pollen produzieren – einer der stärksten natürlichen Allergieauslöser überhaupt! Gefahr für die Gesundheit Die Pollen von Ragweed können schon in geringsten Mengen schwere Heuschnupfen, Bindehautentzündungen oder Asthma verursachen. Besonders problematisch: Die Blütezeit fällt in den Spätsommer und Herbst – sie verlängert die Allergiesaison erheblich. Standorte und Ausbreitung Typische Standorte: • entlang von Straßen und Bahndämmen • Baustellen • Schuttplätze • vor allem Äcker (Verbreitung durch Saat- und Erntemaschinen) Bevorzugt werden sonnige, offene Flächen. Die Samen können bis zu 30 Jahre im Boden überleben! Bekämpfung – so geht’s richtig • Frühzeitig ausreißen – ideal bis spätestens Juni, mitsamt der Wurzel • Unbedingt Handschuhe tragen! • In der Blütezeit nicht mähen – das würde die Pollen noch stärker verteilen • Regelmäßige Nachkontrollen über Jahre hinweg, besonders an bekannten Standorten • Nie kompostieren – die Pflanzen gehören in den Restmüll oder zur Sonderentsorgung (ASZ) Unser Tipp: Bei Verdacht oder Fund bitte sofort die Berg- und Naturwacht informieren – je früher, desto besser für Mensch und Natur! Aktuell sind 13 Neophyten-Arten bekannt. Um ihre Ausbreitung einzudämmen, sind die Kameradinnen und Kameraden der Berg- und Naturwacht regelmäßig im Einsatz. Werbung

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