Gratkorn aktuell 5 2025

25 Gratkorn aktuell 5 / 2025 Starker Halt von innen – Beckenbodentraining Großes Interesse fand die kürzlich durchgeführte Trainingsreihe zum Thema Beckenbodentraining in unserer Gemeinde. In den Einheiten erfuhren die Teilnehmerinnen, warum der Beckenboden für alle Menschen – unabhängig von Alter oder Geschlecht – von so großer Bedeutung ist, welche wichtige Rolle er im täglichen Leben und im Sport spielt und wie man ihn gezielt spüren, aktivieren und trainieren kann. Der Beckenboden, ein oft unterschätzter Muskelbereich, leistet einen zentralen Beitrag zu Haltung, Stabilität und Wohlbefinden. Er unterstützt die Atmung, sorgt für eine gesunde Körperhaltung und trägt dazu bei, Blase, Darm und Gebärmutter an ihrem jeweiligen Platz zu halten. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich überrascht, wie sehr ein bewusster Umgang mit diesem Körperzentrum das allgemeine Körpergefühl verbessern kann. Unter fachkundiger Anleitung lernten die Kursteilnehmerinnen, ihren Beckenboden wahrzunehmen und mit gezielten Übungen zu kräftigen. Besonders geschätzt wurde, dass viele der gezeigten Übungen leicht in den Alltag integriert werden können – sei es beim Zähneputzen, Autofahren oder Spazierengehen. So konnten die Teilnehmerinnen wertvolle Impulse mitnehmen, um das Training auch zu Hause fortzusetzen. Das Beckenbodentraining zeigte eindrucksvoll, dass es sich um ein Thema handelt, das alle Menschen betrifft – ob jung oder alt, sportlich aktiv oder weniger bewegt. Ein starker Beckenboden trägt wesentlich zur Lebensqualität, Körperstabilität und inneren Balance bei. Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen fielen durchwegs positiv aus, und viele äußerten den Wunsch nach einer Fortsetzung oder Vertiefung des Kurses. Workshop zur psychischen Gesundheit Das regionale Team der GO-ON Suizidprävention Steiermark lud Ende September zu einem Workshop ein, der sich speziell an Pflegekräfte sowie pflegende Angehörige richtete. Diese leisten täglich Enormes, sowohl körperlich als auch emotional – umso wichtiger ist es, auch auf die eigene seelische Gesundheit zu achten. Im Mittelpunkt des Workshops stand daher die Stärkung der psychischen Widerstandskraft. Die teilnehmenden Pflegekräfte und Angehörigen erhielten wertvolle Informationen über psychische Krisen, Risikogruppen und Warnzeichen, die im Alltag oft schwer zu erkennen sind. Die klinische Psychologin des GO-ON-Teams vermittelte auf verständliche und praxisnahe Weise, wie man mit belastenden Situationen besser umgehen kann – sei es im Beruf, im familiären Umfeld oder in Phasen persönlicher Überforderung. Neben fachlichen Inputs gab es auch Raum für Austausch und Gespräche. Viele Teilnehmende berichteten, wie gut es tat, über die eigenen Erfahrungen sprechen zu können und zu spüren, dass man mit Belastungen nicht allein ist. Besonders hilfreich waren auch die Hinweise auf regionale Hilfsangebote, an die man sich in schwierigen Zeiten wenden kann – sowohl für sich selbst als auch für andere. Pflegekräfte konnten im Anschluss eine Teilnahmebestätigung erhalten, die als Fortbildungsnachweis anerkannt wird. Die Veranstaltung war kostenfrei, was viele als sehr niederschwellig und einladend empfanden. Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie wichtig es ist, nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst Sorge zu tragen. Denn nur wer auf das eigene Wohlbefinden achtet, kann langfristig für andere da sein. Verständnis und Geduld im Umgang mit Demenz Am 16.10.2025 fand ein besonders aufschlussreicher Vortrag zum Thema „Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Demenz“ statt, der zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher anzog. Im Mittelpunkt standen die Veränderungen von Persönlichkeit und Verhalten, die im Rahmen einer Demenzerkrankung häufig auftreten, und die damit verbundenen Herausforderungen für Angehörige und Betreuungspersonen. Frau Mag. Jakobsen widmete sich in ihrem Vortrag einfühlsam und praxisnah den vielen Fragen, die sich im Alltag mit an Demenz erkrankten Menschen stellen. Sie erklärte, dass es bei einer Demenzerkrankung zu tiefgreifenden Veränderungen im Denken, Fühlen und Handeln kommen kann – und dass es für Angehörige und Pflegende oft eine komplexe und anspruchsvolle Aufgabe ist, damit geduldig, verständnisvoll und anpassungsfähig umzugehen. Mit großem Fachwissen und einem offenen Ohr für die Sorgen der Zuhörerinnen und Zuhörer zeigte Frau Mag. Jakobsen auf, wie man schwierige Situationen besser meistern und herausfordernden Verhaltensweisen gelassener begegnen kann. Besonders betonte sie, wie wichtig es sei, die Bedürfnisse der Erkrankten zu erkennen, eigene Grenzen wahrzunehmen und rechtzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Werbung

RkJQdWJsaXNoZXIy ODEyMzkz